Franz Kafka

Franz Kafka


Franz Kafka, ungefähr 1906
Franz Kafka (* 3. Juli 1883 in Prag, damals Österreich-Ungarn; † 3. Juni 1924 in Kierling bei Klosterneuburg, Österreich; selten auch tschechisch František Kafka) war ein deutschsprachiger Schriftsteller. Sein Hauptwerk bilden neben drei Romanen bzw. Romanfragmenten (Der Process, Das Schloß und Der Verschollene) zahlreiche Erzählungen sowie der Briefwechsel mit Felice Bauer und Milena Jesenská.
Zum größeren Teil wurden Kafkas Werke erst nach seinem Tod und gegen seinen erklärten Willen von Max Brod, einem Schriftstellerkollegen und engen Freund, veröffentlicht. Sie üten bleibenden Einfluss auf die Weltliteratur des 20. Jahrhunderts aus.

Leben
Franz Kafka, etwa fünf Jahre alt
Franz Kafka als Schüler
Kafkas Schwestern: v.l. Elli, Valli, Ottla
Herkunft
Franz Kafkas Eltern Hermann Kafka (1852–1931) und Julie Kafka, geborene Löwy (1856–1934) entstammten jüdischen Familien. Der Vater kam aus dem Dorf Wosek im Bezirk Pisek in Südböhmen, wo er in einfachsten Verhältnissen aufwuchs. Er musste schon als Kind die Waren seines Vaters in umliegende Dörfer ausliefern. Später arbeitete er als reisender Vertreter, dann als selbstständiger Galanteriewarenhändler in Prag. Julie Kafka gehörte einer wohlhabenden Familie aus Podiebrad an, verfügte über eine umfassendere Bildung als ihr Mann und hatte Mitspracherecht in dessen Geschäft, in dem sie täglich bis zu zwölf Stunden arbeitete. Neben den Brüdern Georg und Heinrich, die bereits als Kleinkinder verstarben, hatte Kafka drei Schwestern, die später in Konzentrationslagern ermordet wurden: Gabriele, genannt Elli (1889–1942), Valerie, genannt Valli (1890–1942) und Ottilie „Ottla“ Kafka (1892–1943). Da die Eltern tagsüber abwesend waren, wurden alle Geschwister im Wesentlichen von wechselndem, ausschließlich weiblichem Dienstpersonal aufgezogen. Kafka gehörte zu den zehn Prozent der Bevölkerung Prags, deren Muttersprache Deutsch war. Außerdem beherrschte er wie beide Eltern Tschechisch.
Kindheit, Jugend und Ausbildung
Von 1889 bis 1893 besuchte Kafka die „Deutsche Knabenschule“ am Fleischmarkt in Prag. Dann wechselte er, nach Wahl seines Vaters zwischen Realschule und Gymnasium, an das humanistische Staatsgymnasium in der Prager Altstadt. Auch an dieser Schule war die Unterrichtssprache Deutsch.
Bereits in seiner Jugend beschäftigte sich Kafka mit Literatur. Sein umfangreiches Frühwerk ist jedoch verschollen, vermutlich hat er es selbst vernichtet, ebenso die frühen Tagebücher.
Zu seinen frühesten Freunden in der Oberschulzeit gehörte Rudolf Illowý, der schon 1898 das Gymnasium verließ. Spätere Freundschaften schloss er u.a. mit Hugo Bergmann, Ewald Felix Příbram, in dessen Vaters Versicherung er später arbeiten sollte, Paul Kisch sowie Oskar Pollak, mit dem er bis in die Universitätszeit befreundet blieb.
Nachdem er sein Abitur im Jahre 1901 mit „befriedigend“ bestand, wurde er von den Eltern mit einer Reise nach Norderney und Helgoland belohnt.
Kafka folgte weitestgehend den väterlichen Wünschen, was sein Studium betraf, das er von 1901 bis 1906 an der Karl-Ferdinands-Universität zu Prag absolvierte. Er begann zunächst mit Chemie, wechselte aber nach kurzer Zeit in die juristische Richtung; dann versuchte er es - mehr seinen Neigungen entsprechend - mit einem Semester Germanistik und Kunstgeschichte, erwog sogar die Fortsetzung in München – um dann im zweiten Anlauf doch beim Studium der Rechte zu bleiben. Programmgemäß schloss er es nach fünf Jahren mit der Promotion bei Alfred Weber ab, worauf verpflichtend ein einjähriges unbezahltes Rechtspraktikum am Landes- und am Strafgericht folgte.

Berufsleben
Nach einem kurzen Zwischenspiel bei der privaten Versicherungsgesellschaft „Assicurazioni Generali“ (Oktober 1907 bis Juli 1908) arbeitete Kafka von 1908 bis 1922 in der „Arbeiter-Unfall-Versicherungs-Anstalt für das Königreich Böhmen" (AUVA) in Prag. Seine Arbeit bezeichnete er selbst oft als bloßen „Brotberuf“.
Die Tätigkeit als Beamter in der halbstaatlichen Institution verlangte von ihm genaue Kenntnisse der industriellen Produktion und der großbetrieblichen Technik. Er arbeitete anfangs in der Unfallabteilung, wurde dann in die versicherungstechnische Abteilung versetzt. Dabei hatte er direkten Einblick in die katastrophalen, in hohem Grad gefährlichen Arbeitsbedingungen in der Industrie. Auf Kafka lassen sich einige Vorschläge zu Unfallverhütungsvorschriften zurückführen. Seine Erfahrungen führten auch zu einer partiellen Solidarisierung mit der Arbeiterschaft, auf Demonstrationen (denen er als Passant beiwohnte) trug er manchmal eine rote Nelke im Knopfloch.
Seit 1910 gehörte er als „Konzipist“ zur Betriebsabteilung, nachdem er sich durch den Besuch von Vorlesungen über „Mechanische Technologie“ an der deutschen Technischen Hochschule in Prag darauf vorbereitet hatte.
Kafka arbeitete Bescheide aus und brachte sie auf den Weg, wenn es alle fünf Jahre galt, die Betriebe in Gefahrenklassen einzuteilen. Von 1908 bis 1916 wurde er immer wieder zu kurzen Dienstreisen nach Nordböhmen geschickt, besonders häufig war er bei der Bezirkshauptmannschaft Reichenberg. Dort besichtigte Kafka Unternehmen, referierte vor Unternehmern und nahm Gerichtstermine wahr. Bevor er als Prosaautor in Erscheinung trat, hatte er schon als „Versicherungsschriftsteller“ Beiträge für die jährlich erscheinenden Rechenschaftsberichte der Anstalt verfasst. Kafka war sofort gefordert, arbeitete sich schnell ein und wurde als „vorzügliche Konzeptskraft“ erkannt. In Anerkennung seiner Leistungen wurde der „Aushilfsbeamte“ darum vier Mal befördert (1910 Konzipist, 1913 Vizesekretär, 1920 Sekretär, 1922 Obersekretär).
Auch wenn unter sozialen Gesichtspunkten die äußeren Bedingungen günstig erschienen, waren es doch die inneren Bedingungen, unter denen Kafka litt. „Über die Arbeit klage ich nicht so, wie über die Faulheit der sumpfigen Zeit“, schrieb schon der 24-jährige Kafka in einem Brief. Der „Druck“ der Bürostunden, das Starren auf die Uhr, der „alle Wirkung“ zugeschrieben wird, die letzte Arbeitsminute als „Sprungbrett der Lustigkeit“ waren grundsätzliche Aspekte, unter denen Kafka seine Büroarbeit sah. In einem Brief an Milena Jesenská schrieb er: „Mein Dienst ist lächerlich und kläglich leicht…ich weiß nicht wofür ich das Geld bekomme“.
Negativ empfand er auch sein gefordertes Engagement in den elterlichen Geschäften (in jüdischen Familien erwartete man das von den Kindern auch im Erwachsenenalter), zu denen 1911 die Asbestfabrik des Schwagers hinzugekommen war, die allerdings nie so recht florierte und die Kafka mit noch größerem Nachdruck zu ignorieren versuchte, da er sich zu ihrem stillen Teilhaber und in einem unbedachten Moment sogar zu ihrem Fürsprecher hatte machen lassen.
Zu der „niederen“ Arbeit, die Kafka also an mehreren Orten kennen lernte, gehörten natürlich auch die einfachen Arbeiter selbst. Verbürgt ist, dass Kafka sich für sie menschlich interessierte und einsetzte; sein ruhiger, persönlicher Umgang hob sich wohltuend ab vom Chefgebaren seines Vaters. Noch näher konfrontiert mit den Sorgen und Leiden der einfachen Leute wurde er im Ersten Weltkrieg: zunächst, als in Prag Tausende von ostjüdischen Flüchtlingen anlandeten, dann im Rahmen der „Kriegerfürsorge“, bei der er sich um die Rehabilitation und berufliche Umschulung von Schwerverwundeten kümmern musste. Dazu war er von seiner Versicherungsanstalt verpflichtet worden; zuvor hatte ihn diese allerdings als „unersetzliche Fachkraft“ reklamiert und damit (gegen Kafkas Intervention!) vor der Front geschützt, nachdem er 1915 erstmals als militärisch „voll verwendungsfähig“ eingestuft worden war. Die Kehrseite dieser Wertschätzung erlebte Kafka dann zwei Jahre darauf, als er an Lungentuberkulose erkrankte und um Pensionierung bat: Die Anstalt sperrte sich und gab ihn erst nach fünf Jahren am 1.Juli 1922 endgültig frei.
Generationskonflikt, Vater-Sohn-Beziehung
Kafka hatte in seiner Jugend kein besonders gutes Verhältnis zu seinem Vater, da dieser ihn als Kind, als Jugendlichen und auch noch in Studienzeiten grob behandelte und unterdrückte, wie es sich für einen damaligen Patriarchen gehörte, und ihn seine Mutter ebenfalls wie einen Unterprivilegierten behandelte. Der junge Kafka fürchtete sich nicht unbedingt vor seinem Vater, aber er stand stets auf Distanz und in Hassliebe zu ihm. In vielen Werken Kafkas wird der Vater, das Familienoberhaupt, als sehr mächtig, stark und partiell auch als unterdrückend dargestellt; so in „Die Verwandlung“, wo Gregor, der Protagonist und Sohn, ein riesiges Ungeziefer ist und sich im Laufe der Handlung immer nutzloser vorkommt, bis zu seinem Ableben, das Erleichterung für die Familie darstellt. Die übermächtige Figur des Vaters ist es, die in der für Kafkas Schreiben so überaus wichtigen Kurzgeschichte „Das Urteil“ den Sohn Georg Bendemann zum "Tode des Ertrinkens" verurteilt. Im „Brief an den Vater“, den Kafka weder absenden noch veröffentlichen wollte, schreibt er, dass der Vater immerzu Macht über ihn gehabt hat. Wahrscheinlich ließ diese Unterdrückung Kafka zu dem introvertierten und selbstkritischen, um nicht zu sagen „selbsthassenden“, Menschen werden, der er war. Das zeigt sich daran, dass Kafka alles, was sich in seinem Nachlass befand, verbrennen lassen wollte – was aber nicht vollzogen wurde. Doch eben die harte Selbstkritik und die belastete Vaterbeziehung gehören zu den prägenden Motiven in Kafkas Leben und Werk und stellen auch wichtige inhaltliche Momente der Kafka-Rezeption dar.
 

Freundschaften
Kafka hatte in Prag einen relativ engen, aber konstanten Kreis etwa gleichaltriger Freunde, der sich während der ersten Universitätsjahre bildete. Die wichtigste Person war ohne Zweifel Max Brod, der ebenfalls Jura studierte; wenig später gesellten sich der Philosoph Felix Weltsch und der Schriftsteller Oskar Baum dazu.
Brod erkannte die literarische Bedeutung Kafkas. Durch seine Vermittlung kam es auch zum Kontakt mit dem jungen Leipziger Rowohlt Verlag und zu Kafkas erster Buchpublikation (Betrachtung, 1912).
Unter den zeitweiligen Freundschaften Kafkas ist die zu Jizchak Löwy noch erwähnenswert, einem aus einer orthodox-chassidischen Warschauer Familie stammenden Schauspieler, der vor allem durch seine Entschiedenheit, mit der er seine künstlerischen Interessen auch gegenüber seinen Eltern durchsetzte, für Kafka zum bewunderten Vorbild wurde.
Nach Ansicht seines Biographen Stach ist festzustellen, dass Kafka „keinesfalls sozial isoliert war“, sondern „nur psychisch“. Wer Kafkas Werke kennt, mag ermessen, was in dem Wörtchen „nur“ verborgen liegt.
Die engste Beziehung in der Familie hatte Kafka zu seiner jüngsten Schwester Ottla. Sie war es auch, die Kafka 1917 zeitweise bei sich und ihrer Familie aufnahm, als er Erholung benötigte.
Beziehungen
Im Mittelpunkt der Betrachtungen zu Kafkas Beziehungen zu Frauen stehen Kafkas Briefe an seine Verlobte Felice Bauer, eine Berliner Angestellte, die Kafka am 13. August 1912 in der Wohnung Max Brods kennengelernt hat.
Die Briefe haben im Wesentlichen Kafkas Ringen und seine Zweifel um die Richtigkeit der Verlobung und seiner Angst ums Schreiben zum Inhalt, die er in aller Offenheit und in all seinem sprachlichen Vermögen in seinen Briefen niederschrieb, weswegen sie auch in literarischer Hinsicht so reizvoll zu lesen sind. Nach rund 300 Briefen (zeitweise bis zu 3 täglich) sowie sechs weiteren, relativ kurzen Begegnungen kam es knapp 2 Jahre später, am 1. Juni 1914, zur offiziellen Verlobung in Berlin, und ganze 6 Wochen darauf zur Entlobung.
Das Urteil, dass Kafka der „Junggeselle der Weltliteratur“ sei (Stach), hat er sich dann erst in den Folgejahren, schwer genug, „erkämpft“.
Es kam zu zwei weiteren Verlobungen, die wieder gelöst wurden: zunächst noch einmal mit Felice Bauer (1917), dann mit der Prager Sekretärin Julie Wohryzek (1919). Die erste führte – nach Kafkas Empfinden ‚direkt‘ – zu seinem Blutsturz, d.h. zum Ausbruch der Lungentuberkulose im August 1917; die zweite, nach Intervention seines Vaters gegen das Verlöbnis, zur Generalabrechnung mit ihm im Brief an den Vater, den er allerdings nie abschickte.
In seinem Verhältnis zu der selbstbewussten, freisinnigen Journalistin Milena Jesenská wiederholte Kafka dann 1920/21 das Muster der brieflichen Annäherung, der später wachsende Selbstzweifel und der Rückzug folgen. Erst in den letzten Monaten seines Lebens war ihm eine ausgefüllte Beziehung vergönnt, die zu der Kindergärtnerin Dora Diamant.

Das Urteil
In der Nacht vom 22. zum 23. September 1912 gelang es Kafka, die Erzählung Das Urteil in nur acht Stunden in einem Zuge zu Papier zu bringen. Im späteren Urteil der Literaturwissenschaft hat Kafka hier mit einem Schlag thematisch und stilistisch zu sich selbst gefunden. Kafka hingegen elektrisierte zunächst der noch nie so intensiv erlebte Akt des Schreibens („Nur so kann geschrieben werden, nur in einem solchen Zusammenhang, mit solcher vollständigen Öffnung des Leibes und der Seele“), sowie die unverminderte Wirkung der Geschichte auch nach wiederholtem (eigenem) Vorlesen – nicht nur auf die Zuhörer, sondern auch auf ihn selbst.
Das Urteil leitete Kafkas erste längere Kreativphase ein; die zweite folgte rund zwei Jahre später. Damit deutet sich zugleich ein Problem an, das auch mit seinem künstlerischen Durchbruch nicht behoben war, ja sogar noch schärfer hervortrat: zwischen den Phasen literarischer Fruchtbarkeit litt Kafka unter – zumeist längeren – Perioden der Dürre; in diesem Fall volle eineinhalb Jahre. Allein schon deshalb blieb für ihn eine Existenz als „bürgerlicher Schriftsteller“, der mit seinem Schaffen sich und dazu noch eine eigene Familie nähren kann, zeitlebens in unerreichbarer Ferne. Seine beruflichen Verpflichtungen können als Schreibhindernisse nicht unbedingt der Grund gewesen sein, hatte Kafka seine kreativen Hochphasen oft gerade in Zeiten äußerer Verschlechterungen (etwa im zweiten Halbjahr von 1914 durch den Kriegsausbruch). Überdies wusste Kafka mit seiner Strategie des „Manöver-Lebens“ – was hieß: vormittags Bürostunden, nachmittags Schlafen, nachts Schreiben – seinen Freiraum auch zu verteidigen.
Einer anderen gängigen These zufolge war Kafkas Leben und Schreiben nach der Entstehung des Urteil dadurch gekennzeichnet, dass er das Eine dem Anderen opferte, dass er also dem gewöhnlichen Leben entsagte, um sich ganz dem Schreiben zu widmen. Für diese Stilisierung liefert er selbst in Tagebüchern und den Briefen reichlich Material.
Wie quälend allerdings das Schreiben für ihn häufig war, gibt folgende Tagebuchaufzeichnung wieder: Kein Wort fast, das ich schreibe, passt zum anderen, ich höre, wie sich die Konsonanten blechern aneinanderreihen und die Vokale singen dazu wie Ausstellungsneger. Meine Zweifel stehen um jedes Wort im Kreis herum, ich sehe sie früher als das Wort, aber was denn! Ich sehe das Wort überhaupt nicht, das erfinde ich.

Krankheit und Tod
Im August 1917 erlitt Franz Kafka einen nächtlichen Blutsturz, es wurde eine Lungentuberkulose festgestellt, eine Erkrankung, die zur damaligen Zeit nicht heilbar war. Die Symptome besserten sich zunächst wieder, doch im Herbst 1918 erkrankte er an der Spanischen Grippe, die eine mehrwöchige Lungenentzündung nach sich zog. Danach verschlechterte sich Kafkas Gesundheitszustand von Jahr zu Jahr, trotz zahlreicher langer Kuraufenthalte (u.a. in Schelesen (Böhmen), Tatranské Matliare (Slowakei), Meran (Südtirol)). Während seines Aufenthalts in Berlin 1923/24 griff die Tuberkulose auch auf den Kehlkopf über, Kafka verlor allmählich sein Sprechvermögen und konnte nur noch unter Schmerzen Nahrung und Flüssigkeit zu sich nehmen. Während eines Aufenthalts im Sanatorium Wienerwald im April 1924 wurde von Dr. Hugo Kraus, einem Familienfreund und Leiter der Lungenheilanstalt, definitiv Kehlkopftuberkulose diagnostiziert. Infolge der fortschreitenden Auszehrung konnten die Symptome nur noch gelindert werden. Ein operativer Eingriff war wegen des schlechten Allgemeinzustands nicht mehr möglich. Franz Kafka reiste ab und starb am 3. Juni 1924 im Sanatorium Kierling bei Klosterneuburg. Als offizielle Todesursache wurde Herzversagen festgestellt.
Zur Frage der Nationalität
Kafka lebte erst im Vielvölkerstaat der k.u.k. Monarchie Österreich-Ungarn und nach dem Ersten Weltkrieg in der neu gegründeten Tschechoslowakei. Deutsch wurde in verschiedenen Staaten (z.B. in Teilen Österreichs, der Schweiz und Deutschlands) gesprochen. Kafka selbst bezeichnete sich in einem Brief als deutscher Muttersprachler („Deutsch ist meine Muttersprache, aber das Tschechische geht mir zu Herzen“). Die deutschsprachige Bevölkerung in Prag, die etwa sieben Prozent ausmachte, lebte in einer „inselhaften Abgeschlossenheit“ mit ihrer auch als „Pragerdeutsch“ bezeichneten Sprache. Diese Situation des „Prager Deutschtums“ meinte Kafka auch, wenn er in dem bereits zitierten Brief schrieb: „Ich habe niemals unter deutschem Volk gelebt.“ Denn er lebte als Deutschsprachiger isoliert innerhalb der tschechischen Mehrheit – wobei er innerhalb der deutschsprachigen Minderheit durch sein sensibles Wesen wiederum isoliert war (zudem gehörte er auch noch der jüdischen Minderheit an). Schon in der Schule gab es heftige Auseinandersetzungen zwischen tschechisch- und deutschsprachigen Pragern. Das politische Deutsche Reich blieb für Kafka – etwa während des Ersten Weltkriegs – weit entfernt und fand keinen Niederschlag in seinem Werk. Auch Belege für die Selbstsicht einer österreichischen Nationalität lassen sich nicht finden.
Schaffen
Literarischer Einfluss]
Nach Ansicht Nabokovs übte Flaubert den größten literarischen Einfluss auf Kafka aus, was er vor allem mit dessen Stil begründet. Wie Flaubert, so Nabokov, verabscheute Kafka wohlgefällige Prosa und benutzte die Sprache als Werkzeug. „Gern entnahm er seine Begriffe dem Wortschatz der Juristen und Naturwissenschaftler und verlieh ihnen eine gewisse ironische Genauigkeit, ohne dabei seine persönlichen Empfindungen durchscheinen zu lassen, ein Verfahren, mit dem auch Flaubert eine einzigartige dichterische Wirkung erzielt hatte.“ (Nabokov, Die Kunst des Lesens, Fischer TB, S. 320)
Rezeption


Kafka-Denkmal in Prag
Zu Lebzeiten war Kafka der breiten Öffentlichkeit noch weitgehend unbekannt. Ob das anders gewesen wäre, wenn er mehr als die wenigen kürzeren Texte freigegeben hätte, gehört in den Bereich der Spekulation. Kafkas Skepsis gegenüber seinem Werk und seiner Dichterexistenz überhaupt ging so weit, dass er seinem engsten Freund und Nachlassverwalter Max Brod auftrug, seine unveröffentlichten Texte (darunter alle seine Romane) zu vernichten. In der zweiten an Brod gerichteten Verfügung vom 29. November 1922, die nach Kafkas Tod „bei genauerm Suchen“ gefunden wurde, schreibt Kafka: „Von allem, was ich geschrieben habe, gelten nur die Bücher: Urteil, Heizer, Verwandlung, Strafkolonie, Landarzt und die Erzählung: Hungerkünstler. (Die paar Exemplare der 'Betrachtung' mögen bleiben, ich will niemandem die Mühe des Einstampfens machen, aber neu gedruckt darf nichts daraus werden.) Wenn ich sage, daß jene 5 Bücher und die Erzählung gelten, so meine ich damit nicht, daß ich den Wunsch habe, sie mögen neu gedruckt und künftigen Zeiten überliefert werden, im Gegenteil, sollten sie ganz verloren gehn, entspricht dieses meinem eigentlichen Wunsch. Nur hindere ich, da sie schon einmal da sind, niemanden daran, sie zu erhalten, wenn er dazu Lust hat.“
Ob Brod wirklich gegen Kafkas „letzten“ Willen handelte, indem er dessen Werk dann doch publizierte, wird heute nicht mehr diskutiert: Allgemein besteht Einigkeit darüber, dass Brods Entscheidung richtig war. Einen nicht näher zu bestimmenden Teil seiner Texte hat Kafka allerdings noch zu Lebzeiten selbst vernichtet. Literaturkennern wie Walter Benjamin oder Kurt Tucholsky war Kafka bereits in den zwanziger Jahren ein Begriff. Weltweit bekannt wurde Kafkas Werk jedoch erst nach dem Zweiten Weltkrieg, zunächst in den USA und Frankreich, in den fünfziger Jahren dann auch im deutschsprachigen Raum.


Erinnerungsplakette an Kafka in Prag
Werke und Einordnung
Wie in einem Albtraum bewegen sich seine Protagonisten durch ein Labyrinth undurchsichtiger Verhältnisse und sind anonymen Mächten ausgeliefert. Das Schloß wie auch die Gerichtsgebäude in Der Prozess bestehen aus einem weit verzweigten Gewirr unübersichtlicher Räume, und auch in „Der Verschollene“ (von Brod unter dem Titel Amerika veröffentlicht) sind die seltsam unverbundenen Schauplätze – ein Schiff, ein Hotel, das „Naturtheater von Oklahoma“, sowie die Wohnung des Onkels von Karl Roßmann, dem Helden – gigantisch und unüberschaubar.
Insbesondere bleiben aber auch die Beziehungen der handelnden Personen ungeklärt. Im Schloß erzeugt Kafka mit subtilen literarischen Mitteln Zweifel an der Stellung des Protagonisten K. als „Landvermesser“ und dem Inhalt dieses Begriffes selbst und schafft so Interpretationsspielraum. Nur bruchstückhaft erfährt K. und mit ihm der Leser im Laufe des Romans mehr über die Beamten des Schlosses und ihre Beziehung zu den Dorfbewohnern. Die allgegenwärtige Macht des Schlosses über das Dorf und seine Menschen wird dabei immer deutlicher. Trotz all seiner Bemühungen, in dieser Welt heimisch zu werden und seine Situation zu klären, erhält K. keinen Zugang zu den maßgeblichen Stellen in der Schlossverwaltung, wie auch der Angeklagte Josef K. im Prozess niemals auch nur die Anklageschrift zu Gesicht bekommt.
Nur im Romanfragment Der Verschollene, das wie das Schloß als unvollendet gilt, bleibt die vage Hoffnung, dass Roßmann im fast grenzenlosen, paradiesischen „Naturtheater von Oklahoma“ dauerhaft Geborgenheit finden kann.
In fast allen Erzählungen Kafkas, z. B. Der Bau, Forschungen eines Hundes, Kleine Fabel ist das Scheitern und das vergebliche Streben der Figuren das beherrschende Thema, wobei das nicht immer ganz ernst, sondern oft durchaus mit einer gewissen Ironie dargestellt wird.
Allerdings ist es der Stil Kafkas, der ihn von Expressionisten am meisten unterscheidet, und mit dem Kafka die unglaublichsten Sachverhalte aufs deutlichste und nüchternste beschreibt. Dies tritt vor allem in seinen Erzählungen zu Tage. Die kühle minutiöse Beschreibung der legitimierten Grausamkeit In der Strafkolonie oder die selbstverständliche Verwandlung von Mensch zum Tier und umgekehrt, wie in Die Verwandlung oder Ein Bericht für eine Akademie sind kennzeichnend. Dieser Stil ist dafür verantwortlich, dass Kafka hier nicht einfach ein Lebensgefühl nachgeformt hat, sondern eine eigene Welt mit eigenen Gesetzen schuf, deren Unvergleichlichkeit sich nicht zuletzt durch die Schaffung des Begriffs des „Kafkaesken“ bewahrheitet.

Interpretation
Dass die Deutungslust der Interpreten dann nach 1945 ganze Bibliotheken füllte und alle Rekorde schlug, liegt vielleicht daran, dass seine Texte offen und hermetisch zugleich sind, d. h., dass sie einerseits leicht und andererseits schwer zugänglich sind: leicht durch Sprache, Handlung, Bildhaftigkeit und relativ geringen Umfang; schwer dadurch, dass man die Tiefe zwar fühlt, aber kaum auszuloten und einzelne Schichten nur bruchstückhaft zu beschreiben vermag. Albert Camus meinte: „Es ist das Schicksal und vielleicht auch die Größe dieses Werks, dass es alle Möglichkeiten darbietet und keine bestätigt.“
Verschiedene Interpretationen von Kafkas Werk (abgesehen natürlich von der textimmanenten) weisen u. a. in folgende Richtungen: psychologisch (so wie man dies z. B. mit Hamlet, Faust oder Stiller tun kann), philosophisch (vor allem zur Schule des Existenzialismus), biographisch (z. B. durch Elias Canetti in „Der andere Prozess“), religiös (ein dominierender Aspekt der frühen Kafka-Rezeption, der heute eher als fragwürdig angesehen wird, u. a. von Milan Kundera) und soziologisch (d. h. den gesellschaftskritischen Gehalt untersuchend).Eine wichtige Frage der Interpretation der Werke Kafkas ist die der Einfluss der jüdischen Religion und Kultur auf das Werk, die schon vom Nestor der modernen Kabbala-Forschung, Gershom Scholem dahin gehend beantwortet wurde, dass Kafka eher der jüdischen als der deutschen Literaturgeschichte zuzuordnen sei. Dieser Deutungshinweis wurde auf breiter Front von Karl E. Grözinger in seinem Buch "Kafka und die Kabbala. Das Jüdische im Werk und Denken von Franz Kafka", Berlin-Wien 2003, aufgenommen. Seine Forschungen haben eine tiefe Verankerung ganzer Romane wie Der Prozeß oder Das Schloß in der jüdisch religiösen Kultur gezeigt, ohne die das Werk kaum adäquat verstanden werden kann. Wenn auch von manchen modernen Autoren bestritten, haben sich Grözingers Auffassung doch weltweit durchgesetzt.
Ungeachtet der jeweiligen Interpretationen hat sich der Begriff des Kafkaesken eingebürgert, der die Merkmale der Welt Kafkas modellhaft in sich fasst, und der laut Kundera, „als der einzige gemeinsame Nenner von (sowohl literarischen als auch wirklichen) Situationen zu sehen ist, die durch kein anderes Wort zu charakterisieren sind und für die weder Politologie noch Soziologie noch Psychologie einen Schlüssel liefern.“
Bedeutung und Wirkungsgeschichte
Unter den zeitgenössischen Schriftstellern bezieht sich vor allem Leslie Kaplan (Frankreich) in ihren Romanen und in Aussagen zu ihrer Arbeitsweise ständig auf Kafka, um die Entfremdung des Menschen, die mörderische Bürokratie, aber auch den Freiheits-Spielraum, den vor allem das Denken und Schreiben eröffnet, darzustellen.
Verbürgt ist der große Einfluss Kafkas auf Gabriel García Marquez. Insbesondere von Kafkas Erzählung „Die Verwandlung“ hat Marquez nach eigener Bekundung den Mut für die Ausgestaltung seines „magischen Realismus“ genommen: Gregor Samsas Erwachen als Käfer, so Marquez selbst, habe seinem „Leben einen neuen Weg gewiesen, schon mit der ersten Zeile, die heute eine der berühmtesten der Weltliteratur ist“. Kundera erinnert sich in seinem Buch „Verratene Vermächtnisse“ (S.55) an eine noch präzisere Auskunft von Marquez zu dem Einfluss Kafkas auf ihn: „Kafka hat mir beigebracht, dass man anders schreiben kann.“ Kundera erläutert: „Anders: das hieß, indem man die Grenzen des Wahrscheinlichen überschreitet. Nicht (in der Art der Romantiker), um der wirklichen Welt zu entfliehen, sondern um sie besser zu verstehen."
Auch abseits künstlerischer Kriterien findet Kafka große Bewunderung. So ist für Canetti Kafka deswegen ein großer Dichter, weil er „unser Jahrhundert am reinsten ausgedrückt hat“.
Werke


Die Verwandlung
Erstausgabe 1915, Titelillustration Ottomar Starke.
Bei kursiv gedruckten Titeln handelt es sich um Bücher, die gesammelte Prosatexte enthalten. Die in einer Sammlung enthaltenen Werke sind im Artikel zum Sammelband aufgeführt.
Zu Lebzeiten veröffentlicht (Auswahl)
1909 – Ein Damenbrevier
1909 – Gespräch mit dem Beter
1909 – Gespräch mit dem Betrunkenen
1909 – Die Aeroplane in Brescia
1912 – Großer Lärm (1912)
1913 – Betrachtung (Buch mit 18 Prosatexten, u.a. mit: Der Ausflug ins Gebirge, Der plötzliche Spaziergang)
1913 – Das Urteil
1913 – Der Heizer (Erstes Kapitel des Romanfragments „Der Verschollene“)
1913 – Entschlüsse
1915 – Die Verwandlung
1915 – Vor dem Gesetz Bestandteil des Romanfragments Der Process
1918 – Der Mord (1918; frühere Fassung von Ein Brudermord (1919))
1918 – Ein Landarzt (Erzählung von 1918 und Titel des Buches mit 13 weiteren Prosatexten, u.a. mit: Elf Söhne, Ein Bericht für eine Akademie)
1919 – In der Strafkolonie
1919 – Ein Landarzt
UB Bielefeld
Ein Landarzt als Online-Text beim Project Gutenberg
1921 – Der Kübelreiter
1924 – Ein Hungerkünstler (Erzählung von 1922 und Titel des Buches mit drei weiteren Prosatexten, u.a. Josefine, die Sängerin oder das Volk der Mäuse.
Alle 46 Publikationen zu Lebzeiten Franz Kafkas sind aufgeführt auf den Seiten 300ff in Joachim Unseld: Franz Kafka. Ein Schriftstellerleben. Die Geschichte seiner Veröffentlichungen,
Titel Amerika veröffentlicht; Romanfragment)
Werkausgaben Jürgen Born und andere (Hrsg.): Kritische Ausgabe. Schriften, Tagebücher, Briefe. Verlag S. Fischer: Frankfurt am Main, 1982 ff. (auch bezeichnet als: „Kritische Kafka-Ausgabe (KKA)“)
Roland Reuß und Peter Staengle (Hrsg.): Historisch-kritische Ausgabe sämtlicher Handschriften, Drucke und Typoskripte. Stroemfeld: Frankfurt am Main und Basel, 1995 ff. (auch bezeichnet als: „Franz Kafka-Ausgabe (FKA)“)
Roland Reuß Der Process. Franz Kafka. 12 Hefte mit CD-Rom (Gebundene Ausgabe) (historisch kritische Ausgabe) Stroemfeld Juli 1995
Jost Schillemeit und andere (Hrsg.): Gesammelte Werke in Einzelbänden in der Fassung der Handschrift. Verlag S. Fischer: Frankfurt am Main, 1983 ff. (Textidentisch mit den Textbänden der Kritischen Ausgabe)
Max Brod (Hrsg.): Gesammelte Werke. Frankfurt am Main 1950 ff. (auch bekannt als:
Hintergrund
Kafka schrieb intensiv und lange Zeit seines Lebens Briefe. Diese Briefe ermöglichen es, Einblicke in das Leben und Wesen des Schriftstellers zu erhalten. Kafkas Briefe belegen einen sehr sensiblen Menschen und vermitteln seine Angst vor dem eigenen Wesen, der ihn umgebenden Großstadt und der gesamten Welt. Manche sind der Ansicht, Kafkas Briefe ergänzen das literarische Werk nicht nur, sondern seien ein Teil von ihm, was naturgemäß immer wieder zur Fehlinterpretation seines literarischen Schaffens führt. Wichtig beim Lesen der Briefe ist auch der Umstand, dass die jeweiligen Antwortschreiben, bis auf ganz wenige Ausnahmen, nicht erhalten sind.
Ausgaben der Briefe
Bestandteil von: Kritische Ausgabe. Schriften, Tagebücher, Briefe. Verlag S. Fischer, 1982 ff.
Briefe, Band 1 (1900–1912). Herausgegeben von Hans-Gerd Koch. Text, Kommentar und Apparat in einem Band. Frankfurt am Main: S. Fischer Verlag, 1999.
Briefe, Band 2 (1913 bis März 1914). Herausgegeben von Hans-Gerd Koch. Text, Kommentar und Apparat in einem Band. Frankfurt am Main: S. Fischer Verlag, 2001.
Briefe, Band 3 (1914–1917). Herausgegeben von Hans-Gerd Koch. Text, Kommentar und Apparat in einem Band. Frankfurt am Main: S. Fischer Verlag, 2005.
Briefe 4. 1918 - 1920 (Gebundene Ausgabe) Herausgegeben von Hans-Gerd Koch. Text, Kommentar und Apparat in einem Band. Frankfurt am Main: S. Fischer Verlag voraussichtlich Mai 2008

Andere Ausgaben:

Malcolm Pasley (Hrsg.): Franz Kafka, Max Brod – Eine Freundschaft. Briefwechsel. S. Fischer Verlag, 1989, Martin und Cermak (Hrsg.): Franz Kafka – Briefe an die Eltern aus den Jahren 1922–1924. Fischer Taschenbuchverlag, 1993,
Born und Heller (Hrsg.): Franz Kafka – Briefe an Felice und andere Korrespondenz aus der Verlobungszeit. Fischer Taschenbuchverlag,
Born und Müller (Hrsg.): Franz Kafka – Briefe an Milena. Fischer Taschenbuchverlag, 1991,
Binder und Wagenbach (Hrsg.): Franz Kafka – Briefe an Ottla und die Familie. S. Fischer Verlag,
Tagebücher
Kafkas Tagebücher sind für den Zeitraum von 1909 bis kurz vor seinem Tod 1923 größtenteils erhalten geblieben. Sie enthalten nicht nur seine persönlichen Notizen, sondern auch zahlreiche literarische Fragmente.
Ausgaben der Tagebücher
Bestandteil von: Gesammelte Werke in Einzelbänden in der Fassung der Handschrift. Verlag S. Fischer, 1983
Hans-Gerd Koch (Hrsg.): Tagebücher Band 1: 1909–1912 in der Fassung der Handschrift. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1994
Hans-Gerd Koch (Hrsg.): Reisetagebücher in der Fassung der Handschrift. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1994
Bestandteil von: Historisch-kritische Ausgabe. Stroemfeld Verlag, 1995
Roland Reuß, Peter Staengle und andere (Hrsg.): Oxforder Oktavhefte 1 & 2. Stroemfeld, Frankfurt am Main und Basel 2004 (Entstehungszeitraum der Oktavhefte: Ende 1916 bis Anfang 1917)
Roland Reuß, Peter Staengle und andere (Hrsg.): Oxforder Ouarthefte 1 & 2. Stroemfeld, Frankfurt am Main und Basel 2001 (Zeitraum der Ouarthefte: 1910–1912)
Amtliche Schriften
Hintergrund
Franz Kafka war in der Arbeiter-Unfall-Versicherungs-Anstalt für das Königreich Böhmen tätig und verfasste dort Aufsätze, Gutachten, Rundschreiben und anderes. Siehe oben den Abschnitt „Berufsleben“.
Ausgaben der amtlichen Schriften
Hermsdorf, Klaus. Hochlöblicher Verwaltungsausschuß. Amtliche Schriften. Luchterhand, 1991,
Klaus Hermsdorf/Benno Wagner (Hrsg.). Franz Kafka. Amtliche Schriften. S. Fischer, Frankfurt a. M. 2004, (Bestandteil der Kritischen Kafka-Ausgabe)
Zeichnungen [
Ausgaben der Zeichnungen [
’Einmal als großer Zeichner.’ Franz Kafka als bildender Künstler. Hrsg. v. Niels Bokhove u. Marijke van Dorst. Vitalis Prag 2006, 3-89919-094-7. - Auch englische Ausgabe: A Great Artist One Day. Franz Kafka as a Pictorial Artist. Ed. by N.B. & M. v. D. Vitalis Prague 2007, 978-80-7253-236-0.
Gedichte
Ausgaben der Gedichte [
’Ik ken de inhoud niet...’ Gedichten / ’Ich kenne den Inhalt nicht...’ Lyrik. Zweisprachige Ausgabe. Hrsg. v. Marijke van Dorst. Niederl. Übers.: Stefaan van den Bremt.